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Krippenfahrt des pastoralen Raums Bad Neustadt

Eine Krippe neben dem Kartoffel-Lagerhaus, eine traditionelle Krippe mit kleiner Kirchenführung und youtube-Hinweisen, 100 Jahre Miniatur-Wunderland und eine Einführung in die Krippenbaukunst vom Krippenbaumeister selbst, das waren heuer die Highlights der Krippenfahrt.

Nachdem bereits im letzten Jahr die Vielfalt der Krippen in der Pfarreiengemeinschaft zu bewundern war, waren dieses Mal weitere Stationen das Ziel. Die erste Überraschung war in Hollstadt die große Anzahl der Teilnehmer – ca. 80 Personen waren am Samstagnachmittag zum Start der Krippenfahrt in die Hollstädter Kirche gekommen. Nach der Begrüßung durch Pfr. Leo Brand und Pastoralassistentin Regina Werner gab uns Frau Philipp einen Einblick in die Entstehung der neuen, modern gestalteten Krippe. Erstellt hat sie der Bildhauer Steffen Kranz aus Thüringen. Tiere und Menschen sind bewusst symbolhaft dargestellt, um Nähe, Menschlichkeit und ein Gefühl des Willkommenseins zu vermitteln …. Weil es eine Hollstädter Krippe ist, darf natürlich der „Schatz der Erde“ (Kartoffeln) und das Kartoffel-Lagerhaus nicht fehlen. Zu sehen gab es auch noch die alte Krippe in einem anderen Teil der Kirche und auch vor der Kirche steht noch eine Krippe. Mit einem Lied ging es weiter zur nächsten Station.

In Rödelmaier wurden wir vom „Transeamus usque Bethlehem“, gespielt auf der Violine, begrüßt.

Andrea Bayer berichtete, dass die zahlreichen geschnitzten Krippenfiguren im Kern aus Schmalwasser stammen und sukzessiv entsprechend eingegangenen Spenden der Bevölkerung, ergänzt wurden. Zunächst, in den 1980er Jahren, wurden sie im Raum unter dem Zelebrationsaltar angeordnet. Nach der Erweiterung wurde ein Podest im Bereich des rechten Seitenaltars errichtet und mit einer Staffage unter Verwendung vorhandener Teile versehen. Die Figuren sprechen durch ihre überwiegend zarte, durchscheinende Colorierung, besonders aber durch die Darstellung in natürlicher Bewegung und Haltung an, was der Krippe eine lebendige Erscheinung verleiht. Eingehende Betrachtung vermittelt dem Besucher u. U. den Eindruck, selbst Teil der Krippe und in Anbetung versunken zu sein.

Carola Kroczek würdigte das Kirchengebäude mit seiner reichen, im Wesentlichen auf den Grabfeldmaler Johann Peter Herrlein zurückgehenden spätbarocken Ausstattung. Die Fresken zeichnen sich hier durch besonders heitere Auffassung der Themen, die Altarbilder und Kreuzwegstationen durch hochdramatischen Ausdruck aus.

(Näheres und umfassende Informationen zur Kirche St. Ägidius in Rödelmaier unter https://www.youtube.com/watch?v=8sQZR1ZV1e4)

Mit Betrachtung, gemeinsamem Lied und einer Tasse Kaffee endete der Besuch in Rödelmaier.


Auch wenn Salz bereits letztes Jahr Station der Krippenfahrt war, darf sie natürlich zum 100-jährigen Jubiläum des Rhöner Miniatur-Wunderlandes nicht fehlen. Pfarrer Hutzler setzte die Mechanik in Gang und erläuterte die vielen einzelnen Elemente, auch die, die nicht immer bei einer Krippe erwartet werden (Wasser fließt, eine Kapelle, Holz hacken…), unter der Platte surrten die Waschmaschinenmotoren. Betreut wird die Krippe seit 3 Generationen von der Familie Schmitt, die Eltern von Martin Schmitt sitzen als Figuren auch auf einer Bank am Rand. Für den Aufbau werden 2 Samstage mit je 10 Leuten gebraucht und im Sommer wird sie eingehaust. Wie immer ein Lied zum Abschluss vor der nächsten Station.

Schließlich war Windshausen das Ziel, am Rand des pastoralen Raums gelegen. Nach kurzer Begrüßung dozierte Krippenbaumeister Alois Wehner über die Krippenbaukunst und die Krippe, eingebettet in die fränkisch-rhöner Landschaft in Windshausen. Die Figuren schnitzte Holzbildhauer Günter Metz aus Langenleiten, das zugehörige Rückwandgemälde stammt von Kurt Breitenbach auf Gefäll. Natürlich durften Erläuterungen nicht fehlen über das Material, hergestellt aus Rinde oder bearbeiteten Holz, gefärbt oder gebeizt, über die Proportionen der einzelnen Elemente, die Besonderheiten der fränkischen Krippen im Gegensatz zu den bayerischen oder warum der große Elefant eigentlich zu klein ist. Glühwein und Apfelpunsch gab es auch. Zum Abschluss beendete ein Lied den interessanten Nachmittag.

Peter Heinrich, Carola Kroczek