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Schon mal einen Kirchen-Baumeister gesehen?

Unsleben. In einem lebendigen Gottesdienst zum  90jährigen Bestehen der Kirche in Unsleben erzählte Kirchenpfleger Karl-Heinz Baumeister im Gewand eines Zimmermanns vom Bau des Gotteshauses in der Nazizeit und der Kreuzberg-Wallfahrt, die damals zum Dank ins Leben gerufen wurde. Er machte Mut zur Zukunft, auch wenn die Stürme in der Welt toben. Unter diesem Motto feierte die versammelte Festgemeinde mit Ehrengästen und der ganzen Bevölkerung unter der Leitung von Domkapitular Thomas Kessler ein Glaubensfest. 

Der Festtag begann mit einer Kirchenparade, an der zahlreiche Gäste, die örtlichen Vereine mit ihren Fahnenabordnungen und die Musikkapelle teilnahmen. Umrahmt von festlichen Orgelklängen zog man dann in das beeindruckend große Gotteshaus ein und gab zusammen mit Ortspfarrer Leo Brand und Pfarrer in Ruhe Bernold Rauch Gott die Ehre. Das Gemeindeteam bestehend aus Juliane Hesselbach-Gensler, Monika Karlein, Detlef Voll, Heinz Manger, brachte symbolisch einzelne Steine zum Altar. Dies griff Thomas Kessler in seiner  Predigt noch einmal auf und ermutigte: Wir können in stürmischen Zeiten nicht nur an der Zukunft der Kirche, sondern auch das eigene Leben auf einen festen Grund bauen, auf die Werte, die Jesus uns in der Bergpredigt hinterlassen hat. Gottvertrauen, Gemeinschaft und Frieden. Eindrücklich umrahmte die Ortsorganistin Martina Koch-Voll und die Kirchenband Staccato die festliche Feier. 

Am Schluss des Gottesdienstes sprachen die Bürgermeisterin Doris Goehtz und Landrätin Sonja Rahm Grußworte. Sie hob besonders die Bedeutung der Gemeinschaft hervor und überreichte zum Erhalt der Heilig-Kreuzkirche eine finanzielle Unterstützung. Heinz Manger vom Gemeindeteam bedankte sich bei allen Mitwirkenden und allen Helferinnen und Helfern. Mit einem Festzug ging es zur Dorfscheuer. Die Musikkapelle sorgte für gute Unterhaltung. Viel Beachtung fand die Fotoausstellung aus 90 Jahren Heiligkreuz-Kirche vom Bau der Kirche bis heute.
 

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