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Wollbach wird Fairtrade-Gemeinde

Mit einem eindrücklichen Gottesdienst begann das Fest zur Ernennenung Wollbachs zur Fairtrade-Gemeinde.  Umrahmt durch die Musikgruppe bonicanti gestaltete Prälat Bernold Rauch zusammen mit Gottesdienstbeauftragter Cornelia Müller einen informativen und lebendigen Gottesdienst. Dabei stand der Einsatz für Gerechtigkeit im Mittelpunkt. 

Fast bis auf den letzten Platz besetzt war die Kirche, als Frau Müller im Auftrag der Steuerungsgrupppe Gäste aus Nah und Fern begrüßte und noch einmal einführte, was das Anliegen von „Fair Trade“ übersetzt Fairem Handel ist: Durch gerechtere Bezahlung von Produkten vor allem aus den Ländern des globalen Südens  sollen Bauern und Handwerker dort ein sicheres Auskommen, besonders Frauen und Kinder bessere Bildungschancen erhalten und ein Schutz der Umwelt angestrebt werden.

Vor einigen Jahren war Doris Bruckmüller aus Wollbach zusammen mit Ina Francke auf das Netzwerk der Faitrade-Gemeinden aufmerksam geworden und hatte sich mit Cornelia Müller, Ute Bernhard-Fiedler und Peter Lochner zu einer Steuerungsgruppe zusammengeschlossen, die versucht, den Fairen Handel auch im Wollbach voranzubringen.  Seitdem ist viel geschehen, erste Partner wurden der Katholische Frauenbund mit seinem Eine-Welt-Verkauf, die örtliche Grundschule, die jedes Jahr in der vierten Klasse eine Projektwoche Fairer Handel durchführt und der örtliche Tante-Enso- Markt. Dort werden schon länger fair gehandelte Produkte angeboten, neuerdings werden Kunden an einem extra  Regal auf unbekannte Produkte hingewiesen. In den Fürbitten baten Mitglieder der Steuerungsgruppe um Gottes Hilfe für die Menschen in ungerechten und menschenfeindlichen Lebenssituationen und für alle, die sich für  Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung und den Erhalt des Friedens einsetzen. 

Nach dem Gottesdienst startete der eigentliche Festakt, zu dem die Bürgermeisterin Wollbachs Tanja Butz-Schmitt alle Anwesenden begrüßte. Nachdem die Geschichte des Faitrade-Einsatzes in Wollbach noch einmal näher erläutert wurde, überreichte der Vertreter des Netzwerkes Faitrade Deutschland die Zertifizierungsurkunde. Freude und Stolz brachte Frau Bruckmüller noch einmal zum Ausdruck und lud alle Anwesenden ein: „Keiner erwartet, dass jemand nur fair gehandelte Produkte kauft, aber werden Sie doch im Alltag hie und da mal darauf aufmerksam, dass und was es da alles gibt: Kaffee, Tee aber auch Gewürze und Kunsthandwerk bis hin zum Fairphone. Versuchen Sie, an der ein oder anderen Stelle mal ein fair gehandeltes Produkt zu kaufen, dann ist schon viel erreicht“  
Diese Botschaft nahmen die versammelten Festgäste gerne auf. Bei Musik der VG-Kids wurde dann selbstgekochtes Mittagessen gereicht und die Kindergartenkinder verliehen mit ihrem Lied: „Gottes Erde, dich schütze ich“ einen zauberhaften letzten Höhepunkt. 

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