Mit einem Schmunzeln griff Pater Kamil diesen Umstand zu Beginn des Gottesdienstes auf. Eigentlich gebe es in diesem Jahr nur drei neue Ministranten, scherzte er. Die anderen hätten ihren Dienst bislang gewissermaßen „ohne offizielle Zulassung“ versehen – nun sei dies endlich nachgeholt worden.
In seiner Predigt verglich Pater Kamil die Pfarrgemeinde mit einer Mannschaft. Ein gutes Team lebe davon, dass jeder seine Aufgabe übernehme und seinen Beitrag leiste. Die Ministranten erfüllten dabei einen wichtigen Dienst am Altar und seien ein unverzichtbarer Teil der Gemeinschaft. Als Priester verstehe er sich dabei als Teamleiter, der die verschiedenen Aufgaben zusammenführe.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Ansprache war die Freundschaft mit Jesus. Der Gottesdienst sei nicht nur eine Verpflichtung, sondern eine bewusste Zeit der Begegnung. So wie jede Freundschaft nur durch gemeinsame Zeit und gegenseitige Zuwendung wachse, brauche auch der Glaube Pflege. Die Feier der Eucharistie bezeichnete Pater Kamil als Kraftquelle, aus der Christen immer wieder neu schöpfen könnten.
Nach der Predigt wurden die Ministranten offiziell in ihren Dienst aufgenommen und für ihre Aufgabe gesegnet. Zwei weitere Ministranten, die ebenfalls zur Gruppe gehöten, konnten am Gottesdienst nicht teilnehmen. Ihre offizielle Einführung wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Als Erinnerung an diesen besonderen Tag erhielten sie eine Tasse mit den Kirchen der Pfarreiengemeinschaft. Die Pfarrgemeinde begrüßte die Ministranten mit herzlichem Applaus und wünschte ihnen viel Freude und Gottes Segen für ihren Dienst am Altar.
Corinna Hartmann

