Bewölkung – Regen – aufreißender Himmel und Abendsonne: All das erlebten die ca. 30 Wanderer der Pfarreiengemeinschaft St. Martin, Brend, auf ihrem Weg von Münnerstadt nach Bad Neustadt-Brendlorenzen. Wie schon im Vorjahr war diese Wanderung zusammen mit dem Frankenbund und dem Förderverein Via Romea Germanica organisiert worden. Auftakt in Münnerstadt war eine kunsthistorische Kirchenführung durch Dr. Karen Schaelow-Weber (Frankenbund) und eine Information über den alten Romweg durch Michael Weiß (Via Romea).
Einen ersten Halt legte die Wandergruppe an der Schlegelwarte ein, einem mittelalterlichen Wartturm, von dem aus das Land überblickt und kontrolliert werden konnte. An diesem Ort wurden die Pilger auf die Tugend der Wachsamkeit und Achtsamkeit hingewiesen. Doch leider begann hier auch der Regen, der die Gruppe noch bis Strahlungen begleitete. Dort aber erwartete sie eine trockene Wirtsstube und warme oder auch kalte Getränke. Nach einer kurzen Besichtigung und Andacht in der Strahlunger Kirche ging es dann weiter zum Grasberg, wo endlich der Himmel aufriss, die Sonne schien und der Blick weit in die Rhön (und auch in den Muschelkalk-Steinbruch) schweifen konnte.
Am Zielpunkt, in der Brender Kirche, hielt P. Kamil Czupski eine Andacht, in deren Mittelpunkt Maria Magdalena stand, der ja der Riemenschneider-Altar in Münnerstadt gewidmet ist. So schloss sich der inhaltliche Kreis. Die allermeisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer aber blieben noch etwas zusammen und genossen noch eine Bratwurst-Brotzeit im Pfarrheim, die das Team um Lydia Gaß vorbereitet hatte. Die teilnehmenden Kinder hatten an jeder Station einen Stempel in ihren Pilgerpass bekommen und Quiz-Fragen zum Weg beantwortet. Jetzt bemalten sie noch Steine, die sie am Wegesrand gesammelt hatten. Für alle endete damit ein langer und anstrengender, aber auch erfüllter Nachmittag, an den sie noch lange denken werden.
Günter Henneberger





