Hinweis

Ihre Browserversion wird leider nicht mehr unterstüzt. Dies kann dazu führen, dass Webseiten nicht mehr fehlerfrei dargestellt werden und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Browser zu aktualisieren oder einen der folgenden Browser zu verwenden:

Pfarrversammlung am 22. März 2026: Ein Raum für alle – Mariä Himmelfahrt als Kirche für Musik, Kunst und Begegnung

Am 22. März 2026 fand ab 16 Uhr eine gut besuchte Pfarrversammlung in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt statt. Im Mittelpunkt stand das Projekt „Ein Raum für alle – Mariä Himmelfahrt – Kirche für Musik, Kunst und Begegnung“, das die zukünftige Entwicklung des Kirchenraums in den Blick nimmt.

Einblick in die Orgel – Geschichte, Zustand und Zukunft

Zu Beginn der Veranstaltung informierten beiden Orgelbaumeister Christoph und Dominik Schindler von der Orgelbaufirma Hoffmann und Schindler über die geplante Inwertsetzung und Reorganisation der Orgel.

Besonders eindrucksvoll war ein Modell im Maßstab 1:20, das den hinteren Bereich der Kirche zeigt. Anhand dieses Modells wurde nicht nur die geplante Umgestaltung verständlich, sondern auch die Geschichte der Orgel lebendig: das ursprüngliche Erscheinungsbild der Orgel von Balthasar Schlimbach (1872), die Umbauten und klanglichen Veränderungen von 1934 sowie der letzte größere Eingriff im Jahr 1967.

Trotz dieser Veränderungen ist ein bedeutender Teil der historischen Substanz erhalten geblieben: alle Windladen sowie 17 Register stammen noch aus der ursprünglichen Schlimbach-Orgel.

Die Orgel musste im Februar 2025 stillgelegt werden. Grund dafür sind erhebliche sicherheitstechnische Mängel: Die Elektrik entspricht nicht mehr den heutigen Standards und stellt eine erhebliche Brandgefahr dar. Auch die Wartungseinrichtungen im Inneren – etwa die Stimmgänge – genügen nicht mehr den aktuellen Anforderungen des Arbeitsschutzes.

Für die Zukunft ist eine grundlegende Reorganisation des Instruments vorgesehen. Dabei werden vorhandene, weiterhin nutzbare Teile der bestehenden Orgel mit gebrauchten Registern aus dem Bestand der Firma Hoffmann und Schindler sowie einigen wenigen neuen Registern kombiniert. Die Steuerung erfolgt künftig über ein modernes elektronisches BUS-System.

Geplant ist außerdem eine Neuaufstellung der Teilwerke in den beiden hinteren Nischen der Kirche. In diesem Zusammenhang wird auch das hintere Fenster auf der linken Seite (in Blickrichtung Altar) wieder freigelegt. Der Spieltisch soll künftig in der Mitte der Empore stehen, sodass der Organist – mit Blick in den Kirchenraum – auch Chöre direkt vom Instrument aus leiten kann.

Abschließend wurde ein möglicher Prospektentwurf vorgestellt, der einen ersten Eindruck vom künftigen Erscheinungsbild der Orgel vermittelte.

Das Gesamtprojekt – Kirche im Heute und für die Zukunft

Im Anschluss wurde das Projekt im Gemeindehaus weiter ausgeführt. Pfarrer Andreas Krefft und Christoph Ziegler stellten die weiteren Planungen vor und zeichneten ein klares Bild der zukünftigen Nutzung des Kirchenraums.

Dabei wurde ausdrücklich betont: Mariä Himmelfahrt bleibt in erster Linie ein Gotteshaus. Die Feier der Liturgie und die spirituelle Dimension des Raumes stehen weiterhin im Zentrum. Zugleich soll die Kirche behutsam weiterentwickelt werden, um den Anforderungen der Gegenwart gerecht zu werden.

Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung hin zu einer „medialen Kirche“. Ziel ist es, den Kirchenraum so auszustatten, dass unterschiedliche Formen von Verkündigung, Musik und Begegnung zeitgemäß möglich werden. Dazu gehören insbesondere eine moderne Beschallungsanlage, die eine klare Sprachverständlichkeit und eine differenzierte musikalische Wiedergabe gewährleistet, sowie ein durchdachtes Beleuchtungskonzept, das sowohl liturgische Feiern als auch Konzerte, Ausstellungen und andere Formate atmosphärisch unterstützt.

Im anschließenden Austausch wurde deutlich, dass viele Besucherinnen und Besucher diese Öffnung als große Chance sehen: die Kirche als lebendigen Ort des Glaubens, der Kultur und der Begegnung weiterzuentwickeln. Pfarrer Krefft und Herr Ziegler standen für Fragen zur Verfügung und kamen mit den Anwesenden ins Gespräch.

Begegnung und Austausch

Für die Bewirtung sorgte dankenswerterweise der Katholische Frauenbund, der zu einer offenen und angenehmen Atmosphäre beitrug und Raum für persönliche Gespräche und Begegnungen schuf.